Informationen aus dem Kirchenrat

Nun leben wir schon mehr als vier Monate unter Corona-Bedingungen. Nach und nach treten Lockerungen in Kraft – aber mit ihnen gehen auch klare Vorgaben und Regeln einher.

Dass wir in unserer Kirche und dem Gemeindehaus nun schon seit Anfang Juni wieder zusammenkommen können zur Andacht (Gottesdienst mögen wir das aufgrund der gebotenen Kürze und ohne Singen nicht nennen), ist schön, und die ersten Erfahrungen damit sind gut. In der Kirche sind die Bänke, die von Einzelpersonen oder mehreren Menschen aus einem Haushalt besetzt werden können, markiert, alle halten sich vorbildlich an den Mundschutz beim Rein- und Rausgehen und an die Abstände.

Auf dringenden Wunsch einiger Gottesdienstbesucher finden ab dem 19. Juli die Sonntagsandachten wieder zur gewohnten Gottesdienstzeit um 9.30 Uhr in der Kirche statt. Das gilt erstmal für den 19.07. sowie für den 02., 16. und 30.08. Ein Nebeneffekt dieser Verlegung ist, dass keine zweite Andacht im Anschluss an die erste stattfinden kann, da der / die Predigende in der Regel direkt weiterfahren muss nach Papenburg. Bisher ist das aber auch noch nicht nötig geworden. Bei den dazwischen liegenden Wochenschlussandachten in der Kapelle am Samstag bleiben wir zunächst bei 17 Uhr.

Nach Rücksprache mit den Konfis und ihren Eltern sind die Konfirmationen jetzt im August geplant. Leider können an den Konfirmationen nur eine begrenzte Anzahl an Menschen teilnehmen – insofern werden sie keine öffentlichen Gottesdienste sein, sondern v.a. für die Angehörigen gefeiert. Die Gemeinde ist dabei zusätzlich durch Vertreter des Kirchenrats vertreten. An den Wochenenden findet außerdem für die Gemeinde die Wochenschlussandacht im Gemeindehaus statt.

Im Juni haben wir eine Taufe gefeiert – unter freiem Himmel. Das war eine schöne und ermutigende Erfahrung. Nach jetzigem Stand dürfen Familienfeiern unter Abstandswahrung und Einhaltung der Hygieneregeln mit bis zu 50 Personen stattfinden.

Gruppen und Kreise sind – mit klaren Vorgaben und unter Einhaltung des vom Kirchenrat am 1. Juli beschlossenen Hygienekonzepts – wieder zugelassen. Das Konzept ist von den Leitungen bzw. einer zu bestimmenden Person zu unterschreiben und von allen gemeinsam umzusetzen.

Besuche zu Geburtstagen oder Hochzeitsjubiläen oder anderen Gelegenheiten sind noch nicht wieder möglich: Angesichts der vielen wechselnden Kontakte wäre das Infektionsrisiko und die Nachverfolgung der Ketten unmöglich. Trauergespräche finden derzeit im Gemeindehaus statt, die Kirche kann von 30 Personen genutzt werden, auf dem Friedhof dürfen sich inzwischen sogar wieder 50 Personen versammeln.

Die Spiekeroog-Freizeit im September wird voraussichtlich stattfinden – auch sie unter etwas anderen Vorzeichen also sonst. Die Einladungen gehen diese Tage raus.

Die Bläseranfänger der Gemeinden Großwolde, Steenfelde, Völlenerfehn und Völlen üben derzeit dienstagnachmittags in unserem Gemeindehaus. Unter strengen Vorgaben ist das wieder möglich – und wir freuen uns sehr darüber. Der Posaunenchor hat ebenfalls erste Freiluftproben im Garten eines Mitglieds hinter sich. Eine Sondergenehmigung des Landkreises Leer macht’s möglich – allerdings nur draußen und nicht auf öffentlichen Plätzen, dadurch wird es etwas mühsam. Aber die Bläser sind voller Elan und guter Ideen! Dasselbe gilt für die Friedenssinger: Auch sie dürfen sich unter Wahrung der Abstände wieder treffen und draußen üben.

Den Konfirmandenunterricht haben wir noch nicht wieder aufgenommen: Bei unserem Konzept sind die strengen Vorschriften nicht einzuhalten und wir möchten nicht wieder auf Frontalunterricht zurückgehen. Lieber führen wir ein ganzes Wochenende KU durch, wenn das wieder geht, um die verlorene Zeit nachzuholen. Ob das dann mit Übernachtung möglich ist oder als Tagesseminare, werden wir sehen.

Es sind seltsame Zeiten. Sie werfen Sinnfragen auf und Lebenskonzepte um. Sie bringen ins Nachdenken und lassen uns stärker spüren, wie zerbrechlich Leben ist, wie wenig selbstverständlich Gesundheit, Gemeinschaft, geregelter Alltag sind. Der aktuelle Wochenspruch steht in Galater 6,2: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ Gerade in diesen Zeiten ist Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme angesagt. Nur gemeinsam können wir das in unserer Macht stehende tun, dass die Zahlen weiterhin so gut bleiben, wie sie derzeit sind, und darauf vertrauen, dass Gott mit uns geht.

Un diesem Sinne grüßen Sie herzlich - für den gesamten Kirchenrat -

Rena Zimmermann und Pastorin Sophia Sander

Stand: 06. Juli 2020

 

Kurz gefasst: Auszug aus unseren Hygieneregeln für Andachten

- Keine Teilnahme an Andachten mit Krankheitssymptomen
- Dauer der Andacht: Nicht länger als 15 – 30 Minuten
- Desinfektionsmittel wird bereitgehalten
- Ein Abstand von 1,5 m zu anderen Personen muss gewahrt bleiben
- Kurz vor der Andacht kommen – Bitte direkt den Sitzplatz einnehmen
- Mund-Nasen-Bedeckung bis zur Einnahme des Sitzplatzes tragen
- Keine persönliche Begrüßung mit Handschlag
- Gemeinsames Singen ist leider nicht erlaubt
- Klingelbeutel und Kollekte werden zum Ende kontaktlos gesammelt
- Weiteres Beisammensein nach der Andacht ist leider untersagt